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Wal und Delfin

 
Freundliche Riesen
 
Südkaper bzw. Südlicher Glattwal sollten als Benennung für diese Walart Vorrang haben. Im Englischen ist die Bezeichnung southern right whale üblich. Der Südkaper ist den beiden Arten des Nordkapers sehr ähnlich. Die Färbung ist hellbraun bis blauschwarz. Besonders auffällig sind die individuellen hornigen Hautwucherungen, wobei die auf der Schnauzenspitze befindliche Kappe oder Mütze ein typisches Merkmal für die Gattung Eubalaena ist. Nach den Damenhauben des 18. Jahrhunderts wird diese besonders auffällige Wucherung auch Bonnet genannt Ein leichter Unterschied zu den nördlichen Vertretern dieser Gattung besteht in der Kopfform und in der größeren Anzahl an Hautwucherungen im oberen Bereich der Unterlippe.
 
Wale und Delfine haben auf viele Menschen eine magische Anziehungskraft und so erfreut sich der Waltourismus immer größerer Beliebtheit. Für viele Wal-Fans ist Südafrika das Whale-Watch-Land schlechthin. Nach den kommerziellen Walfängen in den 40er Jahren, war der  südafrikanische Wal fast ausgestorben. Es gab nur noch geschätzte 200-300 Tiere. Seit dem Jahr 1976 ist der Walfang in Südafrika verboten. Dadurch konnte der Bestand der Tiere an den Küsten Südafrikas wieder auf etwa 800 angehoben werden. Die Geburtenrate der Wale beträgt 7%, was bedeutet das sich die Nummer alle zehn Jahre verdoppelt.
 
Hermanus kann sich mit Recht als "Walhauptstadt der Welt" bezeichnen. Alljährlich zwischen Juli und November ziehen Dutzende von Southern Right Whales zur Fortpflanzung in die ruhigen Gewässer der Walker Bay, manchmal sind es bis zu 100 Walkühe mit ihren Kälbern. Das Besondere in Hermanus: Die Meeressäuger kommen bis auf wenige Meter an die Klippen heran und können darum gut beobachtet werden. Jedes Jahr wird die Rückkehr der Wale mit dem "Moby Dick Hermanus Whale Festival" gefeiert.
 
Cowboy der Meere
Die Delfine (Delphinidae) gehören zu den Säugetieren und sind die vielfältigste und mit etwa 40 Arten größte Familie der Wale. Sie sind in allen Meeren verbreitet. Delfine werden zwischen 1,5 und 4 Meter lang, der Schwertwal erreicht als größter Delfin sogar 8 Meter. Sie haben einen stromlinienförmigen Körper, der an schnelles Schwimmen angepasst ist. Dadurch erreichen sie bis zu 90 km/h. Gerne halten Sie sich in der Nähe von Schiffen auf, um auf den Bugwellen zu reiten.
Delfine sind soziale Tiere, die in Gruppen zusammenleben. In sogenannten Schulen schließen sich an Stellen mit viel Nahrung vorübergehend bis zu 1000 Tieren zusammen. Die Mitgliedschaft ist jedoch nicht fest. Dennoch können die Tiere starke Bindungen entwickeln, was sich besonders in der Unterstützung für verletzte oder kranke Artgenossen äußert. Delfine schlafen, indem sie immer eine Gehirnhälfte einschlafen lassen und mit der anderen wach bleiben. Dies dient dem Schutz vor möglichen Angreifern. Wie alle Wale bringen Delfine stets nur ein Junges zur Welt.
 
Beim industriellen Fang von Thunfischen werden viele andere Arten mitgefischt, die als «nutzloser Beifang» tot oder halb lebend ins Meer zurückgeworfen werden. Besonders betroffen sind Delfine. Delfine tummeln sich oft an der Meeresoberfläche über Thunfischschwärmen, welche so von Helikoptern leicht geortet werden können. Ist ein Schwarm ausgemacht, wird er von Fangschiffen rasch mit einem grossen Ringwadennetz eingekreist, welches alles einschliesst. Auf diese Weise starben von 1960 und 1990 allein im tropischen Pazifik rund 7 Millionen Delfine. Auch wenn heute Delfine meist aus den Netzen befreit werden, verenden doch jährlich mehrere tausend Tiere an den Folgen von Verletzungen oder traumatischen Erlebnissen
 
Therapie mit Delfinen
Die Delfintherapie liegt derzeit sehr im Trend, da hier ein Weg gefunden wurde Körper und Geist ganzheitlich, naturverbunden anzuregen und auszugleichen. Die Delphintherapie lässt sich als Therapie durch die Interaktion mit dem „Medium“ Delfin beschreiben. Sie versucht unter Leitung eines Therapeuten Patienten zu einer Verbesserung ihres Zustandes (psychisch, physisch, emotional und sozialer Art) zu verhelfen. Die therapeutische Wirkung des Wassers wird unterstützend hinzugezogen. Dr. Nathanson, der als Begründer der Delfintherapie gilt, ist der Meinung, dass sich die “Dolphin Human Therapy” für jede Art von Erkrankung eignet. Die Praxis belegt zwar positive Veränderungen im neurologischen, physiologischen, sozialen, emotionalen, sprachlichen und motorischen Bereich der Patienten, aber wissenschaftlich sind die Erfolge noch nicht belegt worden. So wundert es kaum, dass besonders Ärzte und Krankenkassen der delfingestützten Therapie (noch) die Anerkennung verweigern. Es gibt weltweit schätzungsweise schon über hundert Institute, die Delphintherapien anbieten. Der Begriff „Delphintherapie“ ist jedoch nicht geschützt oder bedarf keiner offiziellen Zertifizierung.
 
Christina Hostettler
Praxis CONNECTIONS
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