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Geschichte Südafrika's

 
Die Höhlen von Sterkfontein
Etwa 95 km nördlich von Johannesburg gelegen, sind die Heimat der frühesten hominiden Vorfahren des Menschen. Zwei Spezies, nämlich Australopithicus africanus und Australopithecus robustus, wurden in Südafrika gefunden.
 
Taung
In einem Kalksteinbruch in  Taung bei Kimberley wurde 1924 ein kleiner Schädel entdeckt. Die etablierte Wissenschaft ignorierte anfangs die Behauptung von Professor Raymond Dart von der Universität Witwatersrand, dass dies ein Kinderschädel einer bislang unentdeckten Hominidenart war. Das Kind von Taung war ein junger Australopithecus africanus. Der Schädel eines erwachsenen Australopithecus africanus, im Jahr 1947 entdeckt in den Höhlen von Sterkfontein , wurde mit dem liebevollen Namen Mrs. Ples bedacht. Dieser Schädel, von dem man mittlerweile annimmt, daß er von einem Mann stammt, bewies ohne jeden Zweifel, daß sich vor drei Millionen Jahren Hominide im südlichen Afrika entwickelt haben.
 
Archäologische Stätten
In Südafrika gibt es viele archäologische Stätten, die den Nachweis einer sehr frühen menschlichen Besiedlung führen. Die Swartkrans-Höhlen in der Nähe von Sterkfontein lieferten den ersten Beweis für die kontrollierte Nutzung von Feuer durch Menschen.
Fast während der gesamten vergangenen 100.000 Jahre war die Region des südlichen Afrika bevölkert von kleinen, umherziehenden Gruppen von Jägern und Sammlern, die in kleinen Familienverbänden lebten. Reichhaltige Felskunst im ganzen südlichen Afrika gibt Zeugnis von den Überzeugungen, Ritualen und Aktivitäten der San.
 
Das trockene Landesinnere
eignete sich am besten für Ackerbauern und Viehzüchter, die Khoikhoi, deren Anwesenheit mehr als 2000 Jahre zurückreicht. Vor rund 1500 Jahren begannen bantusprachige Zuwanderer den Boden zu bestellen, vor allem in den Flusstälern. Die Domestizierung von Vieh, die etwa 1000 Jahre zurückliegt, eröffnete Möglichkeiten der gesellschaftlichen Entwicklung, während der etwa gleichzeitig stattfindende Erwerb metallurgischer Fertigkeiten für zusätzliches Handelsgut sorgte und das militärische Potential erhöhte.
Die archäologische Fundstätte Thulamela wurde im September 1996 im Krüger-Nationalpark eröffnet.
 
Thulamela 
der Name bedeutet "Platz der Geburt" -  wurde zwischen 1250 und 1650 von shona-sprachigen Menschen errichtet. Eine Zitadelle, die man aus Steinhaufen wiederaufgebaut hat, gilt als ältestes Bauwerk, das je in Südafrika errichtet wurde. Man erwartet von dieser Stätte neue Einsichten in die Zivilisation zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert. Zu den bereits entdeckten Artefakten zählen Schmuck, landwirtschaftliche Geräte und Porzellan aus der chinesischen Ming-Dynastie. Ebenfalls gefunden wurden der Schädel eines weiblichen Mitglieds des königlichen Haushalts aus dem 16. Jahrhundert und die Grabstätte des möglichen Herrschers des Königreichs von Thulamela.
Nach den Europäern - zunächst Portugiesen, dann Niederländer, Briten, Franzosen und Deutsche - trafen auch Malaien, Chinesen und Inder in Südafrika ein.
 
Das Mayibuye Centre
ist ein Archiv und Forschungszentrum, das daran arbeitet, die Geschichte der ehemals marginalisierten Bevölkerungsgruppen Südafrikas zu erkunden. Die Wahrheits- und Versöhnungskommission bemüht sich um Vergangenheitsbewältigung.
 
Unterschiedlichen Kulturen!
Heute ist Südafrika ein Land, sind die Südafrikaner ein Volk mit unterschiedlichen Kulturen!