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Elefanten Natur Reservat

Tankwa Karoo

 
 
Während die Luft in der Hitze flimmert und der Wind bisweilen glitzernde Staubwolken über die vernarbte Landschaft treibt, schiebt eine Karoo-Schildkröte geduldig ihren harten Panzer über den aufgeheizten Boden auf der Suche nach saftigen Aloe-Pflanzen. Eine Eidechse aalt sich in der Sonne, Erdmännchen und Mungos huschen durch die ausgedörrte Savanne ebenso wie Radnetzspinnen, Tausendfüßler und die langbeinigen Käfer mit dem lautmalerischen Namen „toktokkies“.
 
 
Die 80 000 Hektar des Tankwa Karoo National Park wurden zwar 1986 zum Schutzgebiet erklärt, doch noch immer befindet sich der Park in der Entwicklung. Das Buschland erholt sich nur langsam, und es wird noch geraume Zeit verstreichen, ehe sich die ursprüngliche Vegetation wieder etabliert hat. Nach gelegentlichen Platzregen erstrahlt der Park in einem Blütenmeer. Mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 80 mm pro Jahr ist der kleinste Regenguss schon Grund zur Freude.
 
 
Hirtennomaden zogen vor etwa 2000 Jahren mit ihren Schafen erstmals ins saftige Grasland der Karoo, die Rinderherden folgten 1500 Jahre später. Auch die europäischen Viehhüter (trekboere), die im 18. Jahrhundert vom Kap aus ihr Vieh zu den jahreszeitlich besten Weideplätzen im Norden trieben, waren eigentlich Nomaden. Im 19. Jahrhundert dann war die Karoo das erste Gebiet, in dem sich europäische Viehzüchter dauerhaft niederließen. Aufgrund der extrem trockenen Sommer aber ist der größte Teil der Karoo ungeeignet für die permanente Beweidung, sogar in heutiger Zeit, wo Tiefbrunnen für eine ganzjährige Bewässerung sorgen und Futter zugeliefert werden kann.
 
  
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