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Swellendam

 
Das Drostdy Museum in Swellendam informiert umfangreich über die Lebensweise der Bewohner der Kapregion im 18. und 19. Jahrhundert.
 
Swellendamm, am Fuße der Langeberg Mountains gelegen, ist die drittälteste Stadt Südafrikas. Hier finden sich zahlreiche historische Gebäude von kapholländischer Architektur – schon allein deshalb  lohnt sich der Besuch. Besonders interessant ist der Drostdy Museum Komplex in dem idyllischen Städtchen. Das Freilichtmuseum besteht aus mehreren historischen Gebäuden und informiert darüber, wie die Bewohner der Kapregion im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert gelebt und gearbeitet haben, sowie über die Geschichte der 1747 erbauten Residenz des Landvogts.
 
Zu Kolonialzeiten war die Region durch den Landvogt von Stellenbosch regiert. Rund 400 Farmen standen unter seiner Aufsicht. Sie waren über die Kolonie verstreut und wurden von den Ureinwohnern, den Buren, betrieben. Lediglich zwei niederländische Außenposten, die dem Landvogt von Stellenbosch unterstellt waren, kontrollierten das Land und die Einhaltung der Kolonialgesetze. Sie waren jedoch mit den administrativen Aufgaben überfordert, so dass ein neuer Bezirk mit eigener Verwaltung geschaffen wurde, um Stellenbosch zu entlasten. Dies war die Grundsteinlegung für die Drostdy.
 
Als erster Landvogt wurde 1743 Johannes Theophilus Rhenius von der Kapregierung eingesetzt. Das Gebäude wurde kurze Zeit später mit einem Gefängnis, einem Haus für den Verwaltungsangestellten, eine Mühle und verschiedene andere Gebäude erweitert. Sie waren Zeichen für die koloniale Autorität und bildeten das Zentrum für das entstehende Dorf, Swellendam. Im Jahre 1814 eroberten die Briten die Kolonie und nahmen weitere Änderungen an den Gebäuden vor. Bis 1846 residierte hier der britische Magistrat. Dann wurde der Gebäudekomplex in private Hände verkauft. Nachdem die Drostdy fast ein Jahrhundert in privatem Besitz war, kaufte 1939 die Regierung das Grundstück zurück, um es in ein Museum umzuwandeln.
 
Offiziell eröffnet wurde es 1943. Das Museum zeigt heute eine außergewöhnlich schöne Sammlung von Möbeln und Utensilien aus dem 18. und 19. Jahrhundert, einschließlich Küchengeräten und Pferdekutschen. Umfangreiche Foto- und Bilddokumente veranschaulichen die Geschichte von Swellendam. Neben den administrativen Gebäuden und dem Gefängnis können Besucher in dem restaurierten Wohnhaus Mayville die Lebensumstände nachvollziehen oder durch einen für die damalige Zeit typischen Rosengarten flanieren. Abschließend bietet sich ein Restaurantbesuch in dem restaurierten Bauernhaus Zanddrift an.
 
 
Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 9 bis
17 Uhr; Tel. +27 (0)28 514 1138,
 
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