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Safari - Touristen von Elefant angegriffen
 
Datum: 13.08.2015
Von: Johannes Huland

Die beiden Franzosen erlitten einen Schock, blieben aber zum Glück unverletzt

Der Angriff ereignete sich am Dienstag im Hluhluwe-iMfolozi-Park nördlich Durbans.
Laut Jeff Asher-Wood von EuroZulu Guided Tours and Safari war das Paar mit ihrem Toyota Corolla alleine auf Safaritour.
Als sie um eine Ecke bogen, sahen sie sich plötzlich dem Elefantenbullen gegenüber stehen.
Sie reagierten zunächst völlig richtig und setzten umgehend zurück, um dann jedoch kurz stehen zu bleiben. Dieser Fehler wurde ihnen zum Verhängnis. Wären sie weiter gefahren, hätte der Bulle nach einiger Zeit von ihnen abgelassen, so Wood. Der Elefant war zu diesem Zeitpunkt bereits neben dem Wagen und rammte diesen.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto in den Straßengraben geschleudert. Ein Stoßzahn durchbohrte die Fahrertür und zerstörte die Lenksäule und das Amaturenbrett.
Die beiden Touristen hatten also großes Glück, unverletzt zu bleiben

Als Wood den Wagen erreichte, war nach seinen Angaben besonders die Frau stark verängstigt. Er organisierte einen neuen Wagen für das Paar und gliederte es für den Rest des Tages in seine größere Gruppe ein. Nach und nach beruhigten die beiden sich wieder.


Zu Angriffen von Wildtieren in Nationalparks kommt es immer wieder.
Häufig werden sie durch Fehlverhalten der Touristen ausgelöst, die die Wildtiere in freier Wildbahn unterschätzen.
Elefanten sind nicht grundsätzlich aggressiv, aber nur bedingt durchschaubar.
Gerade jetzt sind die Bullen in der sogenannten Musth. In dieser Zeit haben sie einen stark erhöhten Testosteron-Spiegel, der sie äußerst aggressiv werden lässt. Aber auch außerhalb dieser Periode gilt, dass man einem Elefanten nie zu nahe kommen sollte. Wenn sie die Ohren ausbreiten und den Kopf schütteln oder in irgendeiner Weise agressiv oder nervös wirken, sollte man sofort umkehren und nicht anhalten, um beispielsweise Fotos zu machen. Bei ausreichender Distanz sind Fotos jedoch kein Problem. Allerdings gilt hier diesselbe Regel wie bei allen Wildtieren: Bilder immer ohne Blitz!
Und wie der aktuelle Vorfall beweist, ist eine Vollkasko-Versicherung immer die beste Wahl.